Liebe Menschen,

wir sind wieder da! Nach einer kleinen Pause zum Durchatmen und Urlaub machen, Füße hochlegen und Kaffee trinken, haben wir uns schließlich wieder getraut die Zeitungen aufzuschlagen und Onlineartikel durchzuklicken – und nach kurzem Erbrechen wurde uns dann klar, dass NDRS in die zweite Runde gehen muss! Anlässe gibt es offensichtlich genug: Etwa der rechte Terroranschlag in Halle, der zwei Menschen das Leben kostete, der Wahlerfolg eines offiziell als Faschist zu bezeichnenden Politikers in Thüringen oder die Offensive der Türkei in Nordsyrien mithilfe deutscher Rüstungsgüter – u.a. und bevorzugt produziert vom Kasseler Traditionsunternehmen KMW. Zudem hat sich an der Affinität der sogenannten deutschen Mitte für rechtes Gedankengut genauso wenig geändert, wie an dem offensichtlichen Wunsch der Vertreter*innen deutscher Politik und Behörden all diese Phänomene weiterhin zu verharmlosen und/oder zu befeuern.

Um NDRS erneut zu einer erfolgreichen Veranstaltung werden zu lassen, bedarf es Eurer Unterstützung. Wenn Ihr Euch vorstellen könnt

– einen inhaltlichen Input in Form von Workshops, Rundgängen etc. zu geben
– als Musiker*in, Künstler*in am Kulturprogramm teilzunehmen
– als Verein oder Privatperson bei der Orga und Vorbereitung zu helfen
– uns während des Festivals als Helfer*in zu unterstützen

meldet Euch gern unter nach-dem-rechten-sehen@gmx.de

Wir halten Euch auf dem Laufenden, was 2020 auf dem ‚Nach dem Rechten sehen‘-Festival alles passieren wird, freuen uns aber jetzt schon darauf, Euch dort begrüßen zu dürfen! Nur soviel sei gesagt: Auch in diesem Jahr werden Aufklärung, Bildung und Sensibilisierung im Mittelpunkt stehen, um den Blick nach Rechts zu schärfen. Dazu bedarf es vor allem des Dialogs, zu dem wir Euch einladen wollen, denn:

„Politische Fragen sind viel zu ernst, um sie den Politikern zu überlassen.“ – Hannah Arendt

In diesem Sinne:
Kommt vorbei, wenn es 2020 in Kassels Nordstadt wieder heißt: Nach dem Rechten sehen!

Alles Liebe,
Euer NDRS Team

Im Mittelpunkt des Festivals steht die Aufklärung, Bildung und Sensibilisierung im Bezug auf den derzeit um sich greifenden Rechtsruck. Die Idee zum Festival ist im Verlaufe des vergangenen Jahres entstanden als Reaktion auf das europaweit größte Rechtsrockfestival in Themar (Thüringen). Wir verfolgen mit dem Projekt ein im emanzipatorischen Sinne ‚aufklärerisches‘ Ziel. Das bedeutet, wir möchten Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die ansonsten nicht organisiert sind, um gemeinsam rechte Tendenzen in unserer Gesellschaft zu reflektieren.

Dabei geht es insbesondere um den NSU, Rassismus, Antisemitismus, Populismus und Antifeminismus. Zusammen mit lokalen Gruppen wie den Falken Kassel, dem Karnak und in Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen wie dem Schlachthof und der Braumanufaktur Steckenpferd bieten wir über drei Tage verteilt allerhand Veranstaltungen an, die an verschiedenen Standorten in Kassels Nordstadt stattfinden werden. Mit Workshops, Vorträgen, Stadtrundgängen, Ausstellungen, Konzerten sowie Theater- und Filmvorführungen soll ein vielfältiges Programm dazu einladen, nach dem Rechten zu sehen.